Montag, 31. Januar 2011

Arbeitgeber suchen schon die Schlupflöcher!

Die Süddeutsche berichtet von einem Interview mit Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, der gesagt haben soll, das die Firmen schon Wege finden werden, um strengere Regeln bei der Leiharbeit zu umgehen. Gegen solche dreisten Sprüche während der Verhandlungen sollten sich nun wirklich alle Parteien wehren! Da wird mehrfach tagelang verhandelt und Hundt kündigt schon jetzt an, dass man die zu treffenden Vereinbarungen sicher umgehen wird… Jetzt erst recht, sollten sich die Verhandlungsführer auf die Fahne schreiben. Jede Frist bis zu einem gleichen Lohn für gleiche Arbeit in der Zeitarbeit wäre damit völliger Unsinn. Die IGZ hatte bereits von der Umgehung durch den schnelleren Austausch der Leiharbeiter gesprochen und jetzt kommt Hundt mit der nächsten Drohung. Bei „equal pay“ vom ersten Tag und einem flächendeckenden Mindestlohn gibt es wenige Möglichkeiten die neuen Regelungen zu umgehen.

Es ist der Süddeutschen in allen Punkten zuzustimmen. Zeitarbeit ist eine sinnvolle Maßnahme, wenn die Leiharbeiter den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft bekommen und der ursprüngliche Sinn der Zeitarbeit eingehalten wird, um Auftragsspitzen in einem kurzen Einsatzzeitraum zu bewältigen.
Den letzten Absatz des Berichts der Süddeutschen möchte ich zitieren:

Doch häufig schaffen Leiharbeiter den Absprung in eine Festanstellung nicht - mitunter weil sie billiger sind als ihre fest angestellten Kollegen und weil ihr Kündigungsschutz schwächer ist. Doch wenn Menschen ungewollt über Jahre hinweg in solchen unattraktiven Stellen verharren, dann haben die neuen Arbeitsformen ihren Sinn verfehlt. Dann werden sie Normalität, nicht nur bei unqualifizierten, sondern auch bei gut ausgebildeten Menschen. Doch eine Politik, die duldet, dass sich Bildung und Leistung nicht lohnen, darf sich über den Fachkräftemangel nicht beklagen.

Zitat Ende.

Völlig einverstanden!
Hoffentlich verstehen die CDU, die CSU und die FDP die Drohungen der IGZ und vom Arbeitsgeberpräsidenten. 

Keine Schlupflöcher für Hungerlöhne lassen!

-          Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – vom ersten Tag an!
-          Flächendeckender Mindestlohn!
-          Begrenzung der Ausleihzeit!
-          Austausch der Leiharbeitsfirma oder Zeitarbeiter   
            verhindern!

Kommentare:

  1. Richtig! War intern in einer Zeitarbeitsfirma tätig, versprechen alles, halten davon aber sehr, sehr wenig. Reden sich dort nur selber alle schön und bringen kaum was! Man wird in jeder Schulung etc. bearbeitet, dass man so arbeiten soll/muss.

    AntwortenLöschen
  2. Auch ich habe bei Personal Optimal in Kassel gearbeitet. Furchtbare interne Angestellte dort!
    Denken alle nur an ihre Profitgier und verarschen Kunden und Mitarbeiter. Dazu kommt das Personal Optimal null an Organisation noch irgendwas hat.
    Leute sucht euch selber Arbeit und steckt diesen Zeitarbeitsfirmen nicht das Geld in den Rachen. Ihr schuftet und schuftet und bekommt einen Hungerlohn und die Zeitarbeitsfirmen sitzen auf ihren Stühlen und kasieren euer Geld!!!!!!

    AntwortenLöschen