Samstag, 27. November 2010

Es gibt Zeitarbeitsfirmen, die Leiharbeiter beschäftigen und es gibt Unternehmen, die den Zeitarbeitsfirmen die Aufträge erteilen!

Es ist sicher so, dass die Zeitarbeitsfirmen viel „Dreck am Stecken“ haben, aber diese Firmen können nur so gut verdienen, weil sie ihre Arbeitnehmer mit  Hungerlöhnen ausbeuten und vor allem, weil sie die Aufträge von Unternehmen bekommen, die auch daran verdienen wollen. Diese Unternehmen wollen deshalb möglichst wenig dafür bezahlen und so dreht sich die Spirale immer weiter nach unten.

Man sollte nicht nur immer die Zeitarbeitsfirmen anprangern, sondern sich auch mal intensiv mit den Firmen befassen, die den Zeitarbeitsunternehmen die Aufträge geben. Welche Firmen beschäftigen Leiharbeiter aus Zeitarbeitsfirmen? Wer kennt Firmen, die Zeitarbeitsfirmen Aufträge erteilen? Wir sollten langfristig alle Firmeninhaber, die Leiharbeiter aus Zeitarbeitsfirmen beschäftigen an ihr Ehrgefühl als Unternehmer erinnern und sie auffordern, sich für die Arbeitsbedingungen der Zeitarbeiter zu interessieren und sich um die Hungerlöhne zu kümmern, die in ihrem Auftrag bezahlt werden. Zur Unterstützung solcher Aktionen kann man sicher in vielen Orten die Presse gut gebrauchen. Wer von Missständen durch Zeitarbeit, von Ausbeutung und schlechten Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter in seiner Stadt Kenntnis hat, sollte mal mit einem Redakteur einer kleineren Regionalzeitung darüber sprechen. Vielleicht hilft hier und da ein Zeitungsbericht, dass sich die Situation der Zeitarbeiter verbessert. In kleineren Städten, in den Zeitarbeiter in mittelständischen Unternehmen beschäftigt werden, wird das Ansehen der Firmen und insbesondere auch das Ansehen der Inhaber dieser Firmen durch solche Zeitungsberichte auch persönlich beschädigt. Das persönliche Ansehen wird den meisten Unternehmern in einer kleineren Stadt sehr viel Wert sein und sie werden sich ungerne mit dem Vorwurf der Ausbeutung durch Lohndumping und einer modernen Sklaverei auseinandersetzen.  

Kommentare:

  1. Du stellst die Zeitarbeit in die Schmuddelecke und versuchst hier ein Kesseltreiben zu verantstalten. Das kann bös nach hinten losgehen, wenn hier Unternehmen angeprangert werden. Du schreibst immer das sich die Unternehmen immer die Taschen voll machen. Ich frage mich mal wovon? Was meinst Du denn wie hoch die Verrechnungssätze sind, wenn der Arbeitnehmer in der ZA 7,60€ Std/Lohn hat? 20 €, 30€? Nein, das ist meist ein ungelehrnter, da gibt es 13-14€ Verrechnungssatz. Wenn Du dann mal die die LOhnnebenkosten, Rückstellungen usw, (Variabelenkosten) usw dazu rechnest wirst Du feststellen das dort ein DB1 von 1-2€ mit einem Helfer erziehlt werden, wenn überhaupt. Manchmal sind es auch nur cent die da überbleiben. Und oh Wunder der Unternehmer will auch was verdienen, der muss auch noch seine Kosten tragen, Krankenversicherung, Rente usw. Man was macht der sich sie Taschen voll. Die 1-2 Euro sind pro Stunde. Das mal 150 Stunden da weisst Du was da im Monat überbleibt. Verrechnungssätze von über 20€ sind gängige Preise für Facharbeiter und Spezialisten die auch dann Löhne von 12-14€ haben. Das ist im Handwerk auch nicht viel mehr, oder? Nehmt nicht die Löhne von den Bandarbeiteren in Fabriken. Die verdienen Exorbitant. Lass Euch auch nicht immer von den Gewerkschaften aufhetzen und vor den Karren spannen. Und ja, gerne gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Nur das bezahlen die Kunden nicht, weil die es auch nicht können. Wenn kein Lohngefälle da ist, müssen das die "festen" Kollegen als Mehrarbeit leisten, Das ist natürlich sehr sozial wenn die am Rad drehn bei 200 Stunden im Monat!
    Und ja es gibt schwarze Schafe, aber wer zwingt Dich dort zu arbeiten??? Das liest man doch schon im Arbeitsvertrag wenn die einen über den Tisch ziehen, oder nicht? Ich kann das manchmal nicht mehr hören. Mich kann keiner zwingen für 6 Euro irgendwo in der Scheisse zu arbeiten. Wenn ich das dann mache kann ich doch nachher nicht jammeren, oder? Die die am meisten schreien sind meisten die die nichts gelehrnt haben, die die Lehre geschmissen haben usw. Was kann man denn da in der heutigen Gesellschaft erwarten? Da muss das System geändert werden, aber es kann nicht sein dann zu sagen, och ich bleib zu Hause bekomme Harz4 und habe Spass dabei. Da gibt es jede Mege Leute die Nachts aufstehen Zeitungen austragen, Ömakens pflegen, im Werkschutz arbeiten usw.Die bekommen auch nur einen Hungerlohn. Schaffen aber nicht in der ZA. Sorry wenn mir da die Pferde durch gehen, aber wenn ich immer lese oder höre "Sklaverei". Das ist ein freiwilliges Arbeitsverhältnis, oder? Oder steht da einer mit der Knarre dahinter und sagt: Unterschreib jetzt! Wahrscheinlich nicht. Wenn sich da einer genötigt sieht zu unterschreiben, liegen die Gründe immer woanders und nicht beim ZA-Unternehmen.
    Hoffentlich fühlt sich keiner auf den Schlips getreten....

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  2. Es gibt sehr gesunde Unternehmen die Mitarbeiter festanstellen könnten, aber nicht wollen, sie wollen nur Profit, aber keine soziale Verantwortung, darum müssen die Zeitarbeiter mit dem Hungerlohn weiterleben, während die Gewinne der Unrternehmen weiter wachsen damit die Aktionäre und der Vorstand im Überfluß leben konnten.

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  3. Profit hat da nicht viel mit zu tun, sondern eher flexibilität. Das Heer der Zeitarbeiter sichert den Job der Festangestellten, das darf man nicht vergessen. Von den Kosten her tut sich da nicht viel. Es brauchen nur keine Rückstellungen gebildet werden, als wenn man selber die Leute anstellt. Der Verrechnungssatz spiegelt in etwa die Kosten eines MA wieder.

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  5. Hallo "Anonym" vom 27. und 28.November

    Vielen Dank für die Kommentare.

    Selbstverständlich sind hier auch Kommentare erwünscht, die sich für Zeitarbeitsfirmen und für die Leiharbeit aussprechen. Jeder darf hier seine Meinung sachlich äußern und auch Inhaber oder Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen dürfen sich an den Diskussionen um die Zeitarbeit und die Leiharbeiter selbstverständlich beteiligen.

    Es wäre natürlich schön, wenn man wüsste, wer sich hinter dem Kommentar versteckt. Vielleicht nennst Du mal Deinen Namen - es beißt keiner!

    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass Zeitarbeit möglich sein muss und es immer Leiharbeit geben sollte, damit die Firmen flexibel auf bestimmte Situationen reagieren können, nur die Konditionen und die Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Wesentlich ist die Bezahlung der Zeitarbeiter und vor allem muss die Beschäftigungsdauer wieder zum Grundgedanken der Zeitarbeitserfinder zurück. Zeitarbeit darf nur dem Wort nach für eine gewisse Zeit in einem Unternehmen möglich sein und die früher einmal festgelegten 3 oder 6 Monate waren da sicher eine gute Regelung.

    Das war Teil 1

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  6. Hier ist Teil 2

    Auf einige Punkte der Kommentare möchte ich noch kurz eingehen:

    1. Wenn bei einem Zeitarbeiter ein Deckungsbeitrag von 1 - 2 EURO pro Stunde (sagen wir mal 2 EURO im Durchschnitt, weil der DB sicher bei den teureren Zeitarbeitern höher ist) erwirtschaftet wird, sind das 300 EURO pro Monat pro Zeitarbeiter. Wie viel Zeitarbeiter beschäftigt ein Zeitarbeitsunternehmen? 100, 300, 500 oder mehr? Bei 100 sind es 30.000 EURO und bei 500 bereits 150.000 EURO pro Monat, die als Deckungsbeitrag dem Zeitarbeitsunternehmen zur Verfügung stehen. Bei einem Sach- und Personalkostenanteil von maximal vielleicht 60 bis 70% sind das schon Beträge von etwa 12.000 bis 90.000 EURO brutto pro Monat für den Inhaber eine Zeitarbeitsfirma. Ganz doch ein ganz nettes Einkommen - oder? Selbst diese Beträge darf der Unternehmer aus meiner Sicht verdienen, wenn die Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit gut sind und die Bezahlung für die Leiharbeiter mindestens der Bezahlung des Stammpersonals entspricht.

    2. Die Zeitarbeit sollte bleiben, aber die Bedingungen müssen sich ändern! Die Zeitarbeit muss wesentlich teurer sein, als die Beschäftigung von Mitarbeitern in festen Anstellungsverhältnissen, damit es für die Unternehmen wieder einen wirtschaftlichen Anreiz gibt, normale Arbeitsplätze zu schaffen! Wenn für gleiche Arbeit überall gesetzlich der gleiche Lohn gezahlt werden muss, ist die Wettbewerbssituation für die Unternehmen gleich und das Argument mit dem Wettbewerb aus dem Ausland zieht fast nie. In den meisten Ländern gibt es Mindestlöhne und viele Dienstleistungsunternehmen können wegen der notwendigen Kundennähe den Standort Deutschland nicht verlassen.

    3. Das Heer der Zeitarbeiter schafft Flexibilität. Das ist absolut richtig! Wegen der höheren Flexibilität der Zeitarbeiter sollten sie eigentlich sogar höher bezahlt werden, als die festen Mitarbeiter, aber der gleiche Lohn für die gleiche Arbeit würde schon ausreichen. Wenn sich der Verrechnungssatz nur etwa in Höhe der Kosten eines festen Mitarbeiters befindet, ist das ein völlig falscher Ansatz. Auf diese Weise werden die Unternehmen nicht gezwungen durch Einstellungen eine vernünftige Personalpolitik zu betreiben und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Die Zeitarbeit muss teurer werden, damit mehr feste Arbeitsplätze entstehen! Junge Menschen wollen sich eine Existenz aufbauen und wissen nicht, ob sie in einige Tagen, Wochen oder Monaten noch Arbeit haben. Wie sollen wir in Deutschland da wieder mehr Kinder haben, die die Renten später bezahlen müssen?

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  9. ..und der letzte Teil meiner Stellungnahme:

    4. Wenn die Zeitarbeiter besser verdienen, bringt das aus mehreren Gründen volkswirtschaftlich große Vorteile:

    4.1. gleicher Lohn für gleiche Arbeit = faire Gesellschaft
    4.2. bessere Bezahlung = bessere Binnenkonjunktur
    4.3. bessere Bezahlung = mehr Rentenbeiträge
    4.4. mehr Rentenbeiträge = höhere Rente
    4.5. höhere Rente = weniger Altersarmut
    4.6. bessere Bezahlung = weniger Aufstocker
    4.7. weniger Aufstocker = weniger Staatskosten
    4.8. weniger Staatskosten = weniger Steuern
    4.9. weniger Steuern = mehr Konjunktur
    5.0 mehr Konjunktur = weniger Arbeitslose

    Also, wenn die Zeitarbeitsfirmen den Leiharbeitern mehr zahlen, geht es den vielen Zeitarbeitern besser, sie können sich eine Existenz aufbauen, eine Familienplanung betreiben und volkswirtschaftlich ergeben sie daraus nur positive Aspekte!

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  10. ... da kann ich ein gutes Stück mir Dir gehen. Das Problem ist doch schon heute das die Arbeit in Deutschland zu teuer ist. Die Geschichte mit den ZA- Arbeitern ist ja im Prinzip eine Mischkalkulation für die Betriebe. Die Unternehmen stelllen über die günstigeren Lohnkosten ihre Stückkosten ein.
    Deinen Punkt 4 kann ich nicht unterschreiben. Das ist in meinen Augen eine Milchmädchenrechnung, das funktioniert leider nicht. Denk da an den Kommunismus, der klappt leider auch nicht. Ich sage leider, weil es eine schöne Idee ist, die den Faktor Mensch nicht berücksichtigt. Ich meine hier die Gier des Menschen, die uns allen innewohnt. Leider ist es heute so das viele nicht arbeiten wollen. Denen geht es ja gut hier in Deutschland. Unsere Armen sind im Vergleich mit Armen andere Länder Könige. Zum Glück ist das so. Es kann jeden geschehen das er in Schieflage gerät und abrutscht. Ich wünsche das keinem. Arbeitslos zu sein ist keine schöne Sache. Nur liegt es an jedem selber da raus zu kommen.
    R.T.

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  11. Wenn jemand Anonym hier schreibt und keinen Arsch in der Hose hat sollte er sich lieber seine dummen Kommentare sparen oder mit seinem Namen sich zeigen, Feiglinge brauchen wir nicht .Wer für Zeitarbeit ist sollte auch dazu stehen.

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  12. da gebe ich dir voll und ganz recht.

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  13. Warum beleidigst Du mich?

    R.T.

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  14. keine beleidigung , einfach feige
    an alle hier nach rücksprache mit anderen die hier nicht feige sind, werden wir auf anonyme kommentare nicht mehr eingehen, stellt euch oder lasst es!!!!!!!!

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  15. Loool, was tur denn mein Name hier zur Sache? Beruhigt es dich wenn ich sage das ich Robert Tenche heisse? Sind dann meine Aussagen richtiger, oder falscher?? Was tut das zur Sache??

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  16. sehr fiel ist dort falsch an deinen aussagen, woher kommen dann die schieflagen? wie sollen die Menschen da rauskommen? durch Zeitarbeit? Zeitarbeit ist die Schieflage in unserem Land,sie werden behandelt wie Vieh ausgenutzt bis auf die Knochen, mein Chef hat sich beklagt das am Monatsende nichts übrig bleibt für ihn weil er legt nur noch drauf,erst als er seine Rede gehalten hat ist er in seinen Porsche gestiegen und zum golfen gefahren, Zeitarbeit wurde mal eingeführt um in spitzenZeiten die aufträge erfüllen zu können,aber nicht um eine dauerhafte Ausbeutung vorzunehmen,werde alles was in meiner macht steht unternehmen um Zeitarbeit zu verhindern, habe in der letzten Firma geschaft das die Zeitarbeitsfirma abgeschaft wurde( in diesem betrieb) und werde weiterhin darauf hin arbeiten,da können sie mir hier drohen wie sie wollen die Firmen, werde keinen Rückzieher machen.

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  17. Hallo Robert,

    ich kommen auf Deinen Beitrag vom 28. zurück.
    Die Sache mit der Mischkalkulation für die Betriebe schein ja ganz gut zu funktionieren! Wir sind Exportweltmeister und die Reichen werden immer reicher, das beweisen nun wirklich alle Statistiken. Die Gier ist bei denen sehr ausgeprägt, die ohnehin schon genug und mehr als genug haben, auch das ist richtig! Ich war in meinem Leben nie in der "linken Ecke", aber hier geht es nicht um rechts oder links, sondern eindeutig um ganz oben und ganz unten. Meine Vorstellung ist, dass man als Alleinverdiener mit Frau und zwei Kindern von seinem Einkommen die Familie ernähren kann - selbstverständlich ohne Aufstockungsbeträge durch Hartz IV! Es ist für unser Land nicht positiv, dass es in anderen Ländern ärmere Menschen gibt. Wir müssen als Gesellschaft aber dafür sorgen, dass die Schere zwischen denen, die sehr viel haben und denen, die sehr wenig haben (ich sage bwusst nicht arm und reich), nicht noch weiter auseinander geht.

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  18. Hallo Claus-Peter, ich bin ja froh das man hier auch noch vernünftig diskutieren kann.
    Ich gebe Dir da vollkommen Recht. Ich bin aber der Meinung das es nicht an der ZA liegt, es liegt auch nicht an irgendwelchen Firmen Chefs. Das Problem kommt aus Berlin. Die dort oben meinen das alles im Lack ist und haben den kontakt zur Basis verloren. Leider ist das nicht so, es ist alles teurer geworden und mittlerweile sind wir bei vielen Sachen bei 1:1 zur DM. Mit 2000 DM konnte man früher "gut" leben, heute kommt man mit 1000€ nicht mehr weit. Das ist sehr traurig, aber wer ist daran Schuld? Ich kann das nicht genau sagen, ich weiß nur das es nicht so einfach ist zu sagen; Der oder der....

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